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Willkommen in Bukit Lawang!

Das Abenteuer kann beginnen!!!

 

Start:                       Denpasar, Bali - Indonesien 19:20 Ortszeit

Zwischenstopp:  Kuala Lumpur -  Malaysia 22:15 Ortszeit

Wartezeit:              10 h 15 min

Ankunft:                  Medan, Sumatra - Indonesien 08:30 Ortszeit

 

Das Abenteuer begann mit über zehn Stunden Wartezeit in Kuala Lumpur... Wieso habe ich solch einen dämlichen Flug gebucht!? Wahrscheinlich habe ich nur auf den günstigsten Preis geachtet. So habe ich mir einen ganzen Tag versaut, den ich noch auf Bali hätte verbringen können. Toll!!! Na egal. Es ist wie es ist. Was noch kommen wird, wird mich noch genügend auslasten und belohnen.

Endlich in Medan angekommen warte ich nochmals ca. eine Stunde auf Martin. Somit sind es schon gut 14 Stunden in denen ich nichts tue, außer warten und fliegen und nochmals warten. Ob unser Guide Andi schon da ist? Am Gate sehe ich nur Einheimische. Martin endlich angekommen! Ein kurzes Abklatschen und dann begrüßen wir auch schon Andi, der die ganze Zeit schon am Gate stand. Ich dachte ich gucke nicht richtig. Er ist ja doch ein Indonese. Andi ist nur sein Spitzname, wie ich dann erfahre.

Nach etwas über zwei Stunden Fahrt, vorbei an Palmöl-Plantagen und entlegenen kleinen Dörfern, erreichten wir mit Beginn der Regensaison die Öko-Lodge in Bukit Lawang.

Über eine klapprig wirkende, jedoch erstaunlich stabile Hängebrücke gelangt man über den Bahorok-Fluss zum Ziel. An diesem Tag werden wir nicht mehr in den Dschungel gehen, sondern haben noch eine kurze Schonfrist. Trotzdem finden wir kaum Ruhe. Neben dem organisatorischem, wie Flüge buchen und Ausrüstung packen, sind wir auch ganz einfach aufgeregt über den kommenden Tag.

Beginn der Regen-Saison: Bahorok Fluss in Bukit Lawang
Beginn der Regen-Saison: Bahorok Fluss in Bukit Lawang
Briefing in der Öko-Lodge. Links: Tour-Guide Andi - Rechts: Fotograf Martin Siering
Briefing in der Öko-Lodge. Links: Tour-Guide Andi - Rechts: Fotograf Martin Siering

Der ursprüngliche Plan lautete wie folgt: Vier Tage Trekking mit drei Übernachtungen, um die wilden Orang Utans aufzuspühren. Da wir jedoch erfuhren, dass die Orangs eine ziemlich sichere Nummer sein sollen, mussten wir uns entscheiden, ob wir eher einen Tag weniger im Urwald verbringen und dafür einen Tag länger am Krakatau sind. Wie sich später herausstellt, war die verkürzte Orang-Tour die richtige Wahl.

Nachdem alles geregelt war, stand einem entspannten Abend nichts mehr im Wege. Die ersten Bintangs (das wohl bekannteste Bier in Indonesien) wurden bestellt und wir malten uns schon die Kompositionen aus, die wir mit den Orang Utans erleben würden.

Wie man im Bild links übrigens sehr schön sehen kann, bestand das gesamte Hauptgebäude aus Bamus! Wir übernachteten jedoch in einem der Nebengebäude (s. Bild unten). Die Dusche hatte, wie auch in der Lodge in Ubud, kein Dach. Trotzdem war sie sehr komfortabel.  Überhaupt war alles viel luxuriöser als erhofft. Nur ein Manko, mit dem Fotografen in jedem Hotelzimmer weltweit zu haben, gab es... Zu wenige Steckdosen. Wir mussten uns gut koordinieren, sodass alle Akkus bis zum Rand vollgetankt waren. Überhaupt war es schwer zu entscheiden, was wir alles an Kamera- und sonstiger persönlicher Ausrüstung mitnehmen sollten. Weil ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich, zumindest was das Foto-Equipment angeht, einfach alles mitgenommen. Und zum Glück wurde auch alles genutzt.

Da Andi unser Vulkan-Experte ist, aber nicht der Wildlife-Spezialist, hat er zwar für uns die Buchung übernommen, aber für die Orang Utan Tour hatten wir einen speziellen lokalen Guide. Des Weiteren war auch noch ein Koch mit dabei, der einem auch mal im schweren Gelände mit dem Gepäck zur Hand gehen sollte. Diesen Service haben wir aber nicht beanspruchen müssen. Ich fühle mich irgendwie doof, wenn ich jemand anderen mein Zeug schleppen lasse. Aber irgendwann geht es nicht mehr ohne, da es immer mehr Ausrüstung wird.

Nebengebäude der Öko-Lodge in Bukit Lawang
Nebengebäude der Öko-Lodge in Bukit Lawang

Ob wir wirklich die erhofften Orang Utans in freier Wildbahn finden und fotografieren, erfährst du im kommenden Blog. Bleib also dran!

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